ZUBAU SAL  
 

Der Zubau dient als räumliche Erweiterung und Ergänzung zum bestehenden Wohnhaus, das sich in einem von traditionellen Baukörpern mit Sattel- und Walmdächern geprägten Dorf befindet.
Der neue Baukörper wächst aus der Tradition der historischen Ordnung heraus und ist dennoch eine völlige Neuinterpretation.
Auf beiden Ebenen ist das Tragende das Sichtbare. Erdberührt und sich mit dem Gelände verschneidend bildet ein Sockel aus zweischaligem Sichtbeton die Auflage für das Erdgeschoß aus Kreuzlagenholz. Auf den Wänden auflagernd gehen die Platten in eine Walmdachkonstruktion über, deren oberer Abschluss von einem Oberlicht gebildet wird. Das Zenitlicht erhellt den Raum und zeichnet die Konturen scharf. Die zeltartige Konstruktion schafft ein erhabenes Raumgefühl.
Fassade und Dach sind mit Lärchenschindeln verkleidet. Sie folgen den Vertikalen und den unterschiedlichen Dachneigungen und umhüllen den Baukörper wie eine schuppenförmige Haut. Das Holz tritt durch Witterung und Zeit nach und nach in eine enge Verbindung mit dem Umfeld aus Himmels-, Wetter- und Windrichtungen.
Im Erdgeschoß sind die Funktionen Wohnen und Essen untergebracht und im Untergeschoß ein multifunktionaler Raum, der als Weinkeller und Ruhebereich dient und mittels einer Pivottüre flexibel genutzt werden kann.
Den Übergang zwischen Alt und Neu bildet ein rundum verglaster gläserner Steg, innen und außen werden hier intensiviert wahrgenommen.
Als Außenraumerweiterung dient im Erdgeschoß eine mit Lärchenbohlen versehene Loggia-Terrassen-Pergolakonstruktion. Im Untergeschoß bietet eine von hüfthohen Mauern geschützte Terrasse die Möglichkeit ins Freie zu gelangen.
Die Fenster öffnen sich großzügig zur Loggia und nach Westen, wo die großformatigen Fenster den Blick rahmen und über das Tal schweifen lassen.


Architektur: spado architects, Fotos: kurt kuball (c)

 









 

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